Samstag, 29. Dezember 2007

 

Resümee

Nachdem der ganze „Bewerbungsstress“ der vergangenen Tage erst einmal vorüber ist (er kommt aber bestimmt wieder, denn bisher ist noch nichts genaues geklärt), ist es nun an der Zeit die Gedanken noch einmal schweifen zu lassen und eine Art Abschlussbericht zu verfassen.
Nun ist es mir auch möglich kritischere Themen anzusprechen, womit ich auch beginnen möchte. (Achtung: Ich möchte hier nichts pauschalisieren, sondern eher berichten wie ich es persönlich erlebt und gefühlt habe!) Habe ich zuvor schon einige soziale Probleme innerhalb Äthiopiens erwähnt, habe ich allerdings Themen wie die Beschneidung der Frau oder Kinderarbeit bisher ausgespart. Auch wenn ich nicht unbedingt mit dem Thema der weiblichen Beschneidung konfrontiert wurde (so etwas hängt man ja auch nicht unbedingt an die große Glocke - was schon allein sehr verdächtig ist!!), mahnte jedoch in der Innenstadt Dembis ein großes Plakat dagegen.
Werbung allein und ohne wirkliche Aufklärung wird aber wohl kaum eine Veränderung bringen. Aus Gesprächen erfuhr ich zudem, dass die inoffizielle Quote der weiblichen Beschneidung in Dembi Dollo wohl bei etwa 95 Prozent liegt, was mich noch mehr erschüttert hat. In Deutschland erscheint dieses Problem sehr weit weg von einem, in Dembi mahnte das Plakat aber bei jedem Stadtbesuch und brachte mich auch zum nachdenken. Bei einer Quote von 95 Prozent fragt man sich allerdings, ob der Rest der Gesellschaft über dieses Problem nicht nachdenkt, blind durch die Stadt läuft und auch die Augen vor den physischen und psychischen Qualen der Mädchen verschließt.
Genauso sieht es auch mit der Kinderarbeit sowie der Frauenarbeit unter ungerechten Bedingungen aus. Obwohl auch hier Plakate diesen Missstand anprangern (wahrscheinlich eine Initiative die von ausländischen Geldgebern ins Leben gerufen wurde), sieht das Straßenbild genauso aus wie die Szene auf dem Plakat.


Die Männer stehen größtenteils am Straßenrand herum und plaudern oder treiben Lastesel vor sich her. Die Frauen sowie die Mädchen hingegen tragen unvorstellbare Lasten, zumeist Feuerholz oder Wasser, auf dem Rücken. Aus diesem Grund hatte ich hauptsächlich Jungen in den zusätzlichen Kursen die ich angeboten habe.


Die Mädchen mussten nämlich nach der Schule im Haushalt helfen oder mit im Kirchenchor singen. Die Geschlechterquote in der Schule hat sich aber zumindest in den letzten Jahren auf 50 zu 50 entwickelt. Trotzdem sind die Mädchen auf Grund der gegebenen Gesellschaftsstrukturen sehr benachteiligt, da es sich insgesamt gesehen um eine männlich dominierte Gesellschaft und um ein patriarchalisch orientiertes Familiensystem handelt. Der Familienname ist immer der des Mannes. Daran wird sich wahrscheinlich auch in den nächsten Jahren nichts ändern.


HIV/ Aids ist auch ein großes Problem, doch auch hier scheint es neben den üblichen Plakaten keine wirkliche Aufklärung zu geben. Heißt es doch hin und wieder noch, dass HIV/ Aids eine Strafe Gottes ist und hauptsächlich Schwule und Frauen trifft. In den Englischbüchern wird das Thema teilweise bereits in der fünften Klasse thematisiert. Da diese allerdings im Ausland entwickelt wurden und mit einem gewissen „Obolus“ verbunden sind, ist die Motivation dieses wirklich und ernsthaft zu behandeln bei den Lehrern wohl nicht allzu hoch. Zudem sollte dies eigentlich auch in ihrer Sprache geschehen, sodass alle es verstehen. Wie viele Schüler hatte ich, die nicht ein einziges Wort Englisch verstanden haben.



Bildgalerie I - Baustelle und Armut in Dembi und Addis:


Da sind wir auch schon beim nächsten Problem, welches mich selber betroffen hat. Die katastrophalen Bedingungen in der Schule (auch an einer Privatschule), sind meiner Meinung nach größtenteils hausgemacht. Die überfüllten Klassen könnten durch Extraarbeit der Lehrer umgangen werden, doch da viele sowieso nicht unbedingt an der Arbeit interessiert sind, fällt diese Idee flach und offenbart gleich ein neues, nämlich die Motivation und den Arbeitseifer einiger Lehrer. Zudem müssten auch die Strukturen verändert werden, da ich die Schüler schon verstehen kann, wenn sie nach 80 Minuten Dauerunterricht ohne Pause ein wenig am ‚Rad drehen’. Hier müsste einfach ein anderes Pausen- und Stundensystem eingeführt werden, um die Schüler, genauso wie die Lehrer, ein wenig zu entlasten. Ganz zu schweigen von dem psychischen Druck den ein Lehrer mit einem Stock in der Hand auf einen Schüler ausüben kann. Unter Druck und Zwang lernt es sich recht schlecht und der selbstständige Gedankenfluss wird behindert. Oftmals hatte ich aber das Gefühlt, dass eigenständiges Denken in der Schule und in der Gesellschaft nicht allzu erwünscht sind. Querdenker könnten nämlich für Probleme und Veränderungen sorgen. Dahingegen konnten meine Schüler am besten nachsprechen und abschreiben, was schon sehr bezeichnend ist!


Bildgalerie II - Menschen in Äthiopien:





Trotzdem hat mir die Arbeit in der Schule wirklich viel Spaß gemacht. Doch um ehrlich zu sein hätte mich die Schulleitung anders einsetzen können bzw. alles anders organisieren müssen. Doch ist Organisation oftmals ein Fremdwort. Wie dem auch sei, anstatt dass ich die Englischstunden des Direktors übernehme und dieser sich aus dem Unterricht zurückzieht, hätte ich eigentlich die Freizeitgestaltung mit den Schülern übernehmen können oder ich hätte mir die Arbeit mit dem Direktor teilen können und somit auch noch Zeit für andere Klassen und Aufgaben gehabt. Naja, Chance vertan...

Bildgalerie III - Kurios:


Insgesamt gesehen kann ich aber ein sehr positives Fazit meines Auslandsaufenthaltes ziehen. Ich habe nicht nur kulturell und beruflich etwas dazugelernt, sondern konnte vielleicht auch an einigen Ecken Veränderungen aufzeigen oder sogar ein paar Dinge positiv vorleben. Ich glaube, vor allem meine Schüler haben erkannt, dass Unterricht und Schule auch anders funktionieren kann. Ist dies nicht eigentlich auch das Kernelement der ‚Entwicklungshilfe’: Möglichkeiten aufzeigen sowie diese vorleben und nicht vorzuschreiben oder zu diktieren. Dann wären wir doch schon wieder bei Mission, die ich u.a. auch in Dembi kennengelernt habe und der ich recht ablehnend und kritisch gegenüberstehe. Hilfe darf nicht an Forderungen und die Annahme einer Religion gekoppelt sein, sonst kommen die Hilfsbedürftigen nie aus dem Teufelskreis heraus, verlieren ihre kulturelle Selbstständigkeit und machen sich abhängig von anderen, was natürlich oftmals im Interesse der Missionierenden ist.

Bildgalerie IV - Transportmöglichkeiten:





Des Weiteren habe ich jetzt nach meiner Rückkehr nach Deutschland auch noch die Möglichkeit über ein Thema zu Äthiopien und dem Stamm der Oromos zu promovieren. Hier gibt es viele unterschiedliche und interessante Themen, wie beispielsweise die Verbindungen der verschiedenen Völker innerhalb Äthiopiens zu den Oromos, die Rolle der 'Ormo Liberation Front' in der Gesellschaft der Oromos oder sogar ob eine allgemeine Schulpflicht, so wie wir sie kennen, ein Segen oder eher ein Fluch wäre? Fragen über Fragen...
Somit bleibe ich also auch weiterhin den Oromos und Äthiopien verbunden und wer weiß, vielleicht zieht es mich die Tage ja doch wieder dorthin, um für eine längere Zeit an einer äthiopischen Schule zu arbeiten und zu unterrichten. Als Tourist komme ich aber auf jeden Fall die Tage wieder, denn es gibt noch vieles für mich in Äthiopien zu entdecken und zu erleben.
Jedem der an einer Reise nach Äthiopien interessiert ist, kann ich nur empfehlen eine große Portion an Geduld in den Rucksack zu packen, denn sei es mit dem Auto oder mit dem Flugzeug, in diesem Land zu reisen ist nicht einfach und immer wieder mit neuen Hindernissen verbunden. Interessant und aufregend ist es aber allemal.
Soweit von mir. Ich danke allen meinen treuen Lesern und habe mich über eure vielen Blogeinträge sowie E-mails gefreut.
Seid ganz lieb von mir gegrüßt und ich wünsche euch allen einen guten Rutsch sowie ein erfolgreiches Jahr 2008:

Hanno



Ps.: Hier noch ein kurzes Video von meiner letzten Unterrichtsstunde. Viel Spap dabei!


Samstag, 15. Dezember 2007

 

Träumen

von Annegret Kronenberg


Versucht zu träumen.
Träume verhindern, daß wir
abstumpfen, müde werden.
In Träumen liegt Hoffnung,
und die besiegt das Grauen
des Alltags.



Samstag, 8. Dezember 2007

 

Heute hier, morgen dort

(Dieser Text wurde schon vor 1 Woche geschrieben):
Da ich mal wieder das “Baeumchen-wechsel-dich-Spiel” spiele und jetzt auch die letzten Tage fuer mich in Dembi angebrochen sind, moechte ich diesen Eintrag mit Hannes Waders Worten schliessen, das sie genau das ausdruecken, was ich momentan denke und fuehle. Dumemrweise hat Juliane nicht die erwuenschte Stelle am Uniklinikum in Aachen bekommen, sodas wir jetzt umplanen muessen. Eigentlich wollte sie die Tage nach Dembi kommen um mich zu besuchen, doch dies funktioniert leider auf Grund der ganzen Bewerbungsproblematik nicht, sodas auch ich schweren Herzens mich entschlossen habe, ein paar Tage frueher nach Hause zu kommen. Von hier aus sind solche Angelegenheiten naemlich wirklich schwer zu regeln. Wenn nicht sogar unmoeglich!! Freitag geht es bereits nach Addis und ob ich vor meinem Rueckflug nach Deutschland noch ein wenig im Norden herumreise (Gonder, Simien-Mountains, Axum und Lalibela), mache ich von meinem Gesundheitszustand abhaengig. Ein wenig angeschlagen bin ich noch immer. Ich werde euch auf dem Laufendem halten und jetzt viel Spass mit dem “Hannes”: Heute hier, morgen dort, bin kaum da muss ich fort, hab mich niemals deswegen beklagt. Hab es selbst so gewaehlt, nie die Jahre gezaehlt, nie nach gestern und morgen gefragt. Manchmal traeume ich schwer, und dann denk ich es waer, Zeit zu bleiben und nun was ganz anderes zu tun. So vergeht Jahr um Jahr und es wird mir laengst klar, das nichts bleibt, das nichts bleibt wie es war. Das man mich kaum vermisst, schon nach Tagen vergisst, wenn ich laengst wieder anderswo bin, stoert und kuemmert mich nicht, vielleicht bleibt mein Gesicht doch dem ein` oder andern im Sinn. Manchmal traeume ich schwer, und dann denk ich es waer, Zeit zu bleiben und nun was ganz anderes zu tun. So vergeht Jahr um Jahr und es wird mir laengst klar, das nichts bleibt, das nichts bleibt wie es war. Fragt mich einer warum, ich so bin, bleib ich stumm, denn die Antwort darauf faellt mir schwer. Denn was neu ist wird alt, und was gestern noch galt stimmt schon heut oder morgen nicht mehr. Manchmal traeume ich schwer, und dann denk ich es waer, Zeit zu bleiben und nun was ganz anderes zu tun. So vergeht Jahr um Jahr und es wird mir laengst klar, das nichts bleibt, das nichts bleibt wie es war. Liebe Gruesse an alle:
Hanno

Donnerstag, 22. November 2007

 

Malaria?

Naja, ich dachte schon es wuerde mir zum Ende hin erspart bleiben, aber ich bin mal wieder krank. Diesmal hat es mich auch ganz schoen erwischt. Alle Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen, Schweissattacken, Schuettelfrost usw. deuteten auf Malaria hin, doch hat der Arzt (mal wieder Dr. Dawid) gluecklicherweise Entwarnung gegeben. Der Bluttest war negativ. Dummerweise wusste aber auch er nicht wirklich was es ist und tippte auf eine Infektion. So halte ich mich momentan mit Antibiotika und Paracethamol ueber Wasser und schlafe eigentlich den ganzen lieben langen Tag. So bekomme ich auch von der Aussenwelt zur Zeit nicht so viel mit und kann die wunderbaren Sonnenuntergaenge leider nur vom Bett aus geniessen.
Liebe Gruesse bis zum naechsten Eintrag, wenn ich wieder auf dem Dampfer bin:

Hanno

Ps.: Lieber Philip,
Dir wuensche ich einen ganz schoenen Geburtstag und hoffe dass alle Deine Wuensche und Traeume in Erfuellung gehen.
Sei lieb gedrueckt:
Hanno


Samstag, 17. November 2007

 

Schuleindruecke

Schuleindruecke gewaehrt man nicht jedem, es sei denn man ist Auslaender und bringt viel Geld mit. Aber auch dann gewaehrt man nicht wirklich tiefe Eindruecke in das Schulleben, sondern man versucht lieber eine Augenwischerei zu betreiben. D.h., dass man alles Gute hervorhebt und das Schlechte unter den Teppich fegt.

So auch in unserem Fall. Kaum ruecken ein paar Amerikaner und Inder an, entsteht in der Schule schon die absolute Hektik. Ploetzlich versucht man naemlich den Schueler, das einzelne Individuum in den Mittelpunkt des Interesses zu stellen. Der Wandel von einer Massenabfertigung hin zum Schuelerzentrismus vollzog sich ziemlich schlagartig und wurde mir bis gestern gar nicht so bewusst. Dies wird sich aber wahrscheinlich genauso schlagartig zurueckverwandeln, wenn die Gaeste nicht mehr hier sind. Zur Zeit sieht man gluecklicherweise auch keinen Lehrer mit einem Stock herumlaufen. Wuerde es sich hierbei um einen althergebrachten Zeigestock handeln, dort ein adaequates Hilfsmittel wo es den modernen Pointer noch nicht gibt, wuerde gegen die weitere Verwendung des Stocks wohl nichts einzuwenden zu sein. Da man ihn momentan aber aus allen Klassenzimmern verbannt hat (ich bin mir allerdings auch hier sicher, dass dieser bald zurueckkehren wird), weiss man wohl um das Unrecht, dass man ansonsten begeht.

Wuerde es zu lange dauern alle weiteren Veraenderungen des Schulalltags aufzuzaehlen, moechte ich aber noch auf die heutigen Ereignisse zurueckgreifen.

Bin ich es doch schon gewohnt, dass ich im Kollegium Informationen immer als letzter mitbekomme, musste ich aber heute schmunzeln, als auch wirklich keiner meiner Kollegen eine Ahnung von dem heutigen Fest hatte. Die Besucher hatten aus unersichtlichen Gruenden ein Fest organisiert, wofuer niemand den Grund kannte. Dementsprechend gross war die Aufregung und zu meiner Erheiterung sprangen alle wie aufgeschreckte Huehner herum.

Auf Fotos fuer die Heimat macht sich ein bunter Schulcampus und ein “gestelltes” Schulfest besser und kann man so auch leichter Spendengelder locker machen. In finanzielle Angelegenheiten habe ich natuerlich keinen Einblick und verbitte mir daher auch jades Wort darueber. Ein lautgedachter Gedanke sei aber dennoch erlaubt: Manchmal fragt man sich schon, ob die Gelder auch ueberhaupt dort ankommen, wofuer sie gespendet wurden.

So bescheisst man halt und will letzten Endes auch beschissen werden!

Euch, meinen treuen Leserinnen und Lesern, gestatte ich hingegen sehr gerne kostenlose und tiefe Einblicke in mein Schulleben. Muesst ihr doch sowieso auf meine Worte vertrauen und koennt euch nicht vom Gegenteil ueberzeugen.

Die Begeisterung der Schueler am Sport haelt weiter an, sodas ich mich mit Wandossen zusammengetan habe und zur Zeit mit ihm ein Fussballturnier organisiere. Dies soll allerdings nicht gestellt sein, sondern den Schuelern richtig Spass machen. Aber auch den Lehrern, denn es soll auch eine Lehrermannschaft geben. Ich bin schon sehr gespannt, was dabei herum kommt.

Das Theaterprojekt neigt sich so langsam auch seinem Hoehepunkt entgegen, in zwei Wochen soll Premiere sein. Bis dahin gibt es aber noch viel Arbeit.

Spucke ich nun wohl lieber in die Haende und beginne damit.

Viele liebe Gruesse und bis die Tage:

Hanno

Ps.: Hallo Bettina,

da habe ich Deinen Geburtstag doch nun schon zum x-mal vergessen. Hole ich es auf diesem Weg einfach nach. Also, alles, alles gute nachtraeglich zum Geburtstag und das alle Deine Wuensche in Erfuellung gehen moegen.

Liebe Gruesse auch an Deine Familie:

Hanno





Montag, 12. November 2007

 

“Maehh” – Ich fuehlte mich wie ein Schaf

Jetzt wohne ich schon fast eine ganze Woche auf dem “BESS-Compound” und ich lebe wie “Gott in Frankreich”. Endlich kann ich wieder heiss duschen, was ich auch jeden Abend ausgiebig ausnutze, denn bald werde ich wieder mit meiner kalten Dusche vorlieb nehmen duerfen.

Stromausfall interessiert mich momentan auch nicht im geringsten. Auch wenn ich noch keinen eigenen Generator habe (Juliane und Bjoern, koennt ihr euch noch an die Dieselgeneratoren der Inder in Agra erinnern?) oder eine Autobatterie fuer den Haushaltsbedarf, wie meine “neuen Nachbarn” Elke und Michel, so kann ich doch wenigstens wenn der Elektorherd ausfaellt auf Gas umschalten. Das ist doch auch schon etwas. In meiner anderen Bude musste ich mittags schon vorausplanen. Vor allem wenn ELPA da war! Dies hiess vor allem schon mal den Bokollo (Mais) und die Eier vorkochen. Diese Sorgen muss ich mir zur Zeit nicht machen.

Ausserdem bekome ich auch jeden morgen Milch ganz frisch von der Kuh geliefert. Diese muss man zwar noch abkochen und sie riecht auch immer etwas streng, aber ich bin trotzdem sehr froh darueber. Bekommt man Milch doch ansonsten kaum oder nur mit guten Beziehungen.

Es ist schon interessant, wie schnell und simpel man nach drei Monaten Aethiopien mit den einfachsten Dingen zufrieden ist.

Das beste ist allerdings die Gesellschaft von Hailey. Sie ist einfach klasse und ich glaube ich moechte auch einen Hund haben, wenn ich wieder in Deutschland bin. Wenn man so das erste mal eine gewisse Zeit auf einen Hund aufpassen darf, abgesehen von Hilkes Hunden in der Einstein 10, wird einem so richtig bewusst, warum man den Hund als den “besten Freund des Menschen” bezeichnet.

Sorge ich als Weisser doch sowieso schon immer genug fuer Aufregung, mache ich dies noch umso mehr. Hier fuehrt man naemlich hoechsten Kuehe, Schafe, Ziegen oder Esel an der Leine, aber gewiss keinen Hund! Und so werde ich regelmaessig von allen Aethiopiern belaechelt, wenn mit Hailey an der Leine spazieren gehe.

Wo wir nun schon bei Tieren sind, ja Karl-Otto, du hast vollkommen recht, ich habe einen ganzen Zoo um mich herum. Die Ratten hinterlassen weiterhin Spuren ihres Daseins, meine Nachbarn die Wennys (Affen), die regelmaessig auf meinem Dach herumtanzen, vermissen mich bestimmt auch schon sehr und ist das nicht schon genug, hatte ich die Tage auch noch so um die fuenfzig Fliegen in meiner Kueche.

Die Synode hat momentan neue Gaeste, die unter meiner Wohnung im “Guest-House” untergebracht sind. Da meine Schule gleich um die Ecke ist, gucke ich auch jeden Tag vorbei und schaue nach dem rechten.

Die Koechin des Gaestehauses fragte mich bereits vor einigen Tagen, ob ich ca. 10 Kilo Fleisch in meinem Kuehlschrank fuer die Gaeste lagern koennte. Da Aethiopier solch ein technisches Geraet normalerweise nicht benutzen, willigte ich ein. Was fuer ein Fehler!! Haette ich vorher gewusst, dass die Gaeste doch tatsaechlich Inder sind, haette ich niemals eingewilligt. Meine Vermutung bestaetigte sich naemlich sehr schnell und die Inder sind Vegetarier, sodas die Koechin das ganze Fleisch nicht unter den Mann und die Frau bringen konnte. Solch eine Weitsicht konnte die gute Dame natuerlich auch nicht haben (hat sie doch wahrscheinlich noch nie Dembi Dollo verlassen und weiss auch nicht wo Indien liegt), man haette sie diesbezueglich aber durchaus informieren koennen. Informationen sind hier aber sehr rar und so vergammelte das Fleisch so ca. eine Woche in meinem Kuehlschrank, der natuerlich auf Grund von ELPA nicht dauerhaft kuehlt.

Als ich dann diesen Samstag in meiner Wohnung vorbeischaute, es furchtbar stank und alles voller Fliegen war, war das Ende meiner Geduld erreicht und ich bat die Koechin hoeflich aber bestimmt das Fleisch zu entfernen und den Kuelkschrank zu putzen. Zuerst hatte sie zwar nicht so richtig Lust, erledigte dann aber doch alles bereitwillig. Die Fliegen bin ich gluecklicherweise mit “Diditii” (Insektenvernichter) losgeworden.

Ich bin allerdings nicht nur von einem Zoo umgeben, manchmal fuehle ich mich auch wie ein Tier in einem. Genuaer gesagt, ich fuhlte mich wie ein Schaf in einem Streichelzoo!

Da die Matte auf meinem Kopf immer laenger und es somit auch immer heisser wurde, habe ich mich entschlossen zum Friseur zu gehen. In einem aethiopischen Friseursalon gibt es allerdings keine Scheren, sondern nur Rasierer. So guckte ich mir das ganze erst einmal an und hatte ein wenig das Gefuehl, dass die Kunden eher wie Schafe geschoren als frisiert wurden. Nun ja, die Wolle musste halt ab und fuer 6 Birr (umgerechnet ca. 60 Cent) habe ich neben der Haarrasur sogar noch eine Rasur mit dem Phili-Shave, purem Alkohol als After-Shave und “Hair-Fluid” gratis dazu bekommen. Nichtsdestotrotz fuehlte ich mich wie ein Schaf in einer Massenabfertigung.

In diesem Sinne “Maehh” und liebe Gruesse bis zum naechsten Eintrag:

Hanno




Dienstag, 6. November 2007

 

Umzug

Bei mir gibt es momentan nicht allzu viel neues zu berichten. Die Arbeit macht noch immer Spass, nimmt aber auch weiterhin viel Zeit in Anspruch. Genauso wie das Theaterprojekt und das Fussballtraining. Bei ersterem hat sich gluecklicherweise die grosse Menge von Schuelern in einen ueberschaubaren und aufgeweckten Haufen verwandelt. (siehe Fotos) Dies kann sich allersings auch schnell wieder aendern!! Bei letzterem habe ich immer noch eine unmenge an Schuelern, die montages und freitags Fussball spielen moechte. Irgendwann die Tage werde ich noch ein richtiges Turnier organisieren. Mir wird wahrscheinlich auch nichts anderes uebrig bleiben.
Den Schulacker haben wir mittlerweile uebrigens gegen einen anderen ebenen Acker ausgetauscht, auf dem uns nur manchmal weidende Kuehe stoeren. Naja, eigentlich stoeren die nur mich. Meine Schueler sind dies schon gewoehnt und graetschen mit aller Freude ueber Kuhpfladen.
Die Ratten ziehen auch weiterhin ihre Kreise in meiner Wohnung, sodass ich mittlerweile mit meinem Latein am Ende bin und ich nur noch hoffen kann, dass sie nachts nicht auch noch mit mir in meinem Bett kuscheln wollen.
Gluecklicherweise kann ich fuer die nachsten zwei Wochen erst einmal umziehen. Zwei amerikanische Entwicklungshelfer und ihre Tochter fliegen morgen zu einer Konferenz nach Kenya und ueberlassen mir fuer diese Zeit ihr Haus und ihren Hund. So habe ich in den naechsten zwei Wochen nicht nur eine rattenfreie Bleibe, sondern auch ein wenig Gesellschaft. Ich freue mich schon richtig darauf. Wenn ich dann wieder in meine Bude zurueckkomme, hilft wahrscheinlich nur noch die Chemiekeule gegen die Nager.
Ich werde Euch auf dem Laufendem halten.
Bis dahin ganz herzliche Gruesse an alle:

Hanno



Dienstag, 30. Oktober 2007

 

Sommer adé

Ja, ja, auch hier verabschiedet sich der Sommer so langsam und der Winter erhaelt Einzug. Allerdings kommt mit dem Winter nicht der Regen und die Kaelte, sondern es ist genau andersherum. Die Regenzeit ist nun zu Ende, dafuer wird es von Tag zu Tag immer heisser. Das hat zum einen den Vorteil, dass ich nicht mehr durch Matschstrassen waten muss, allerdings fliegen jetzt ueberall Staubwolken entlang , sodass es manchmal schon schwer ist zu atmen. Vor allem dann wenn eins der seltenen Autos an einem vorbei faehrt oder wenn eine der zahlreichen Kuhherden Dembis Strassen entlang patroullieren. Gut das ich nicht so viele weisse Klamotten mitgenommen habe, die waeren ansonsten sehr schnell braun.

So kommt man halt vom Regen in die Traufe. Naja, ganz so kann man das auch nicht sagen. Mit dem Ende des Regens sind nun auch viele bisher unpassierbare Strassen passierbar geworden. So konnte ich die Tage auch mit Martin das Entwicklungsprojekt der “Meshangir-People” besuchen.

Die Meshangir sind eine eigene Volksgruppe innerhalb Aethiopiens (sie unterscheiden sich schon visuell in Groesse und Hautfarbe von den Oromos) die sich traditionell vom Wald ernaehrt und ein Nomadenleben gefuehrt haben. Doch der immer groesser werdende Drang der Stadtmenschen in die Umgebung sowie die Abholzung des Waldes fuer Feuerholz und die Suche nach neuem Ackerland, zwingen die Meshangir sich fest als Farmer anzusiedeln. Da diese allerdings nicht das noetige “Know-How” dafuer haben, hilft ihnen das “Rural Development Department” der Synode dabei. Leider verlieren sie so natuerlich auch ihre kulturelle Selbststaendigkeit.

Es war aber schon faszinierend wie diese Menschen mitten in der Einoede, abgeschnitten von fliessend Wasser und Strom (so fuehle ich mich in der Stadt allerdings auch hin und wieder mal!!) in Huetten gemeinsam mit ihren Tieren leben. Ein strahlend blauer Himmel mit gewaltigen weissen Wolken umgab die steppenartige Landschaft in der vereinzelt Strohhuetten standen und Tiere weideten, auf die grosse dunkel schwarze Maenner aufpassten und Frauen ihre Kinder auf dem Ruecken trugen.

Einfach genial, ein wenig so wie man sich doch Afrika insgeheim vorstellt.

In der Schuel laeuft alles wunderbar. Auch wenn es hin und wieder mal ganz schoen anstrengend ist, macht es es immer noch Spass.

Da Englisch als Sprache nicht nur Kommunikationsmittel, sondern auch Kulturtraeger ist, habe ich letztens ein wenig mit den Schuelern gesungen. Da mir das Gedudel der aethiopischen Musik hin und wieder doch schon mal auf den Zeiger geht, wollte ich meinen Schuelern auch mal die westliche Musik mit “Sailing” von Rod Steward naeher bringen. Es hat auch wunderbar geklappt. Ihnen hat es gefallen und sie haben voller Freude mitgesungen. Zum Abschluss wollten sie mir allerdings noch ihre Musik vorsingen und so bruellten mir 80 Schueler aus voller Kehle ihren Lieblingssong von “Margassa” (in Sachen Musik der Nationalheld der Oromos) entgegen. Lustigerweise unterschied es sich gar nicht vom Original.

Mit dem Theaterprojekt habe ich mittlerweile auch schon begonnen, allerdings kamen 10 mal so viele Schueler als ich erwartet habe, sodas ich mir die Tage etwas einfallen lassen muss, wie ich das bewaeltigen kann.

Auch mit dem Fussballtraining konnte ich vier Wochen nach Schulbeginn endlich anfangen. Nachdem ich lang genug herumgenervt habe, haben sie mir gleich die Leitung uebertragen und mich zum “Herrn der Baelle” gemacht. Naja, “Herr der Baelle” hoert sich ein wenig uebertrieben an. Es sind naemlich gerade mal 2 und einer davon ist auch noch kaput. Der Fussballplatz ist auch der reinste Acker der viele Verletzungsmoeglichkeiten bietet, sodass ich mir auch hier noch was einfallen lassen muss.

Die Schueler haben aber sehr viel Freude an den Angeboten und das ist ja auch die Hauptsache.

Das einzige was wirklich richtig nervt ist, dass ich mich um alles kuemmern muss. Manche meiner Kollegen sitzen lieber die ganze Zeit mit ihren Handys im Schatten, als mit den Kindern etwas produktives zu machen. Das macht einen schonmal ganz schoen wuetend, vor allem wenn man dann auch noch herausfindet, dass gewisse Unterrichtsmaterialien eher gehortet und versteckt, als verwendet werden. Genauso wie mit dem einzig funktionierendem Ball. Den soll schon meine Vorgaengerin mitgebracht haben, die mittlerweile aber schon ueber ein Jahr nicht mehr hier ist. Als ich den Ball nach etlichem fragen dann endlich bekam, war er noch voellig unbenutzt. (Die Aufschrift “Fielmann” konnte man auf dem weissen Leder noch super lessen. Dies ist jetzt allerdings schon nicht mehr moeglich.) Entweder haben sie die ganze Zeit mit der kaputten Poecke oder ueberhaupt nicht gespielt. Ohne Worte!

Davon habe ich jetzt sowieso schon wieder viel zu viele benutzt. In diesem Sinne liebe Gruesse bis zum naechsten Eintrag:

Hanno



Donnerstag, 25. Oktober 2007

 

Es ist viel passiert! (Ein Lagebericht)

Ich habe in den letzten Tagen viele Mails von Euch bekommen, die ich leider oftmals aufgrund der nicht zustande kommenden oder immer wieder abbrechenden Internetverbindung unbeantwortet lassen musste. Ein weiser Mensch hat mal gesagt: “In Afrika braucht man vor allem Geduld. In Aethiopien allerdings braucht man eine enorme Portion davon!” Bevor ich mich also wieder vor den Computer setzte, mindestens dreihundert mal versuche mich einzuwaehlen, um dann schliesslich 2 Minuten ins Internet zu kommen, versuche ich alle eure Fragen in einem Lagebericht mit Zwischenfazit zu beantworten. Da ich ja in ein paar Tagen auch “Bergfest” feiern kann, ist dies fuer mich eigentlich auch eine gute Gelegenheit die letzten 2 ½ Monate Revue passieren zu lassen. Seit meiner Ankunft hier ist ja auch viel fuer mich selber passiert.

Erst einmal aber die Neuigkeiten:

Eine der neusten Neuigkeiten mit der ich beginnen moechte, ist dass einer meiner zahlreichen Uebermieter mittlerweile mein Mitbewohner geworden ist. Eine Ratte hat sich dummerweise in meine Wohnung verirrt und findet meine Kueche so klasse, dass sie gar nicht wieder weg will. Ich hingegen finde ihre Anwesenheit nicht so prall, sodas ich ihr den Kampf angesagt habe. Ich fuehle mich schon wie Tom und Jerry und genauso wie Tom habe ich auch die letzten Schlachten immer wieder verloren und eins auf die Nuss bekommen. Auf meine gloreiche Idee mit der Mausefalle ist sie leider nicht hereingefallen, sondern schafft es immer wieder die Koeder zu fressen ohne den Mechanismus auszuloesen. Ganz schoen clever die Kleine! Auch den Braten mit dem vergifteten Brot hat sie gerochen und statt dessen meine Kartoffeln und das Kabel vom Ofen angenagt. Meine naechste Strategie war also alle Loecher in der Kueche mit Steinen zu stopfen. Doch entweder habe ich nicht alle gefunden oder sie nagt immer wieder neue. Naja, mein Nachbar Itaffa lacht mich schon aus. Er hat vermtlich den Kampf gegen die Nager in der Wohnung vor Jahren aufgegeben oder ihn nie begonnen, wimmelt es doch in seiner Kueche nur so von diesen Viehchern.

Mein letzter Einfall war nunmal die absolute Sauberkeit und alles was man so an Essen hat, ab in den Kuehlschrank stecken. Wer schonmal in Beth Uri oder in der ehemaligen WG der Einstein 10 war, weiss dass mich ein wenig Dreck nicht unbedingt stoert, doch hier ist die absolute Sauberkeit und der damit verbundene Nahrungsentzug fuer den laestigen Eindringling wohl die einzige Moeglichkeit doch noch den mir aufgezwungenen “Krieg” zu gewinnen.

Also habe ich mich heute mit Eimer und Lappen bewaffnet und mal so richtig geputzt. Ausserdem wartete auch noch ein Berg Waesche auf mich, da die letzten Tage die Wasserlieferung alles andere als zuverlaessig war. Zu allem Unnutzen hatte ich mir vor knapp einer Woche auch noch fast den Daumen beim Volleyball gebrochen. Das hatte mich sowieso von der Arbeit abgehalten.

Nachdem die Schule angefangen hat und alle Schueler von zu Hause zurueckgekommen waren, hatten wir einige richtig gute Spieler am Volleyballfeld und es hat richtig viel Spass gemacht sicht dort mit ihnen nach der Arbeit die Zeit zu vertreiben. Allerdings war einer von ihnen zu gut fuer mich und bei der Wucht seines Schmetterballs hat mein Daumen nachgegeben. Am naechsten Morgen ging es dann in das oertliche Krankenhaus zum roentgen. Doch zuvor wartete erst einmal das “von Pontius – zu Pilatus” Spiel auf mich. Insgesamt war es ein richtig schockierendes Bild was ich dort erblickte. Nicht das Roentgenbild (dort haette auch ein Blinder nichts drauf erkennen koennen!), sondern die ganze Situation vor Ort. So viele kranke Menschen und so wenig motiviertes Personal. Keiner schien sich fuer die Kranken zu interessieren. Sie wurden, so wie ich, von Raum zu Raum geschickt, wo sich immer wieder lange Schlsngen bildeten und wo man irgendeinen belanglosen Zettel in die Hand gedrueckt bekam, mit dem niemand etwas anfangen konnte. Vermutlich noch nicht einmal der Arzt selber, wenn man ihn denn ueberhaupt zu Gesicht bekam. Ich habe keine Ahnung wie dieses Krankenhaus funktioniert, es machte aber auch nicht den Eindruck, dass es dies ueberhaupt tun wuerde.

Meinem Daumen geht es mittlerweile wieder besser. Die Schwellung hat nachgelassen, alle Bewegungen sind aber noch nicht schmerzfrei moeglich. Immerhin kann ich wieder schreiben und somit auch die Tafel im Unterricht benutzen. Ohne dieses Hilfsmittel ist es schon ganz schoen anstrengend und viele andere Medien stehen einem hier nicht zur Verfuegung. Ach doch, es gibt noch eins und ich war ganz erstaunt als es mitten im Unterricht losging. Eine von Addis aus gesteuerte Radiosendung ertoent hin und wieder mal fuer einige Minuten. Eine kaum hoerbare Stimme brummt auf Englisch etwas vor sich hin und die Schueler sollen anschliessend den Lehrer mit Fragen loechern. Da aber nicht einmal ich den Sprecher verstehen kann, ist diese Art des Unterrichts auch fuer die Katz. Bin ich sonst immer froh wenn ELPA Strom liefert, habe ich in der Schule kein Problem mit einem Stromausfall, dann gibt es naemlich auch keine Radiosendung.

Auch wenn einige Bedingungen an meiner Schule zu wuenschen uebrig lassen, bin ich doch sehr zufrieden und das Unterrichten macht noch sehr viel Spass. Gestern war ich naemlich mit Martin bei seinem Entwicklungsprojekt in Lalokile. Dort haben wir auch eine “Dorfschule” besucht. Das Gebaeude bestand halb aus Holz und halb aus Lehm. Fenster waren Mangelware. Im Klassenraum selber gab es eine winzige Tafel und ein paar Baenke, die aber auf keinen Fall fuer 80 bis 100 Schueler reichten und die Masse somit mit dem Fussboden vorlieb nehmen musste. Tische waren keine vorhanden. Da hab ich es mit meiner Schule schon richtig gut getroffen!

Ich wollte eigentlich eine lustige Bilderreihe meiner 7. Klasse schicken, wie sie anfaenglich diszipliniert an ihren Baenken sassen, dann aber doch immer enthusiastischer wurden als sie die Kamera sahen. Eins konnte ich ja gluecklicherweise hochladen.

Manchmal denke ich mir wirklich, dass ein Sack voll Floehe einfacher zu hueten ist als eine Klasse mit 80 Schuelern. Beides habe ich ausprobiert! Mein Fazit ist uneindeutig. Kaum denkt man, alle Schueler sind ruhig und hoeren zu, fangen einige schon wieder an zu reden. Naja, wer kann es ihnen veruebeln, waren wir alle doch mal so.

So ist es aber auch mit den Floehen. Kaum ist man sie los, faengt man sich in irgendeinem Gedraenge von Mensch und Tier wieder welche ein. Was soll man da bloss machen?

Meinem Magen geht es seit langem gut. Er hat sich wunderbar auf das aethiopische Essen umgestellt. Wobei es mich trotzdem manchmal verwundert, dass er bei manchem was ich so esse nicht wieder anfaengt zu rebellieren. In den letzten Tagen wurde ich auch immer wieder von Martin, Angela, Elke, Michel, Mike und Janell zum Essen eingeladen, wo ich dann europaeische Spezialitaeten wie Pizza oder Kohlrouladen geniessen konnte.

Ueber die zuvor genannten Personen habe ich auch einen Einblick in die Arbeit und das Leben von Entwicklungshelfern bekommen. Sehr interessant kann ich nur sagen, oft aber auch frustrierend. Ist Entwicklungshilfe doch “Hilfe zur Selbsthilfe”, kann es einem schon ganbz schoen an die Nieren gehen, wenn Leute diese Hilfe nicht annehmen oder sie sogar boykottieren. Manche Entwicklungshilfe scheint auch ganz vor den Baum zu laufen. So ist es aber doch immer schoen die Fruechte der hier ansaessigen Entwicklungshelfer zu sehen. Wer weiss, vielleicht reizt Juliane und mich ja so etwas auch mal?!

Eins habe ich aber gemerkt, so etwas sollte man fuer eine lange Zeit nicht unbedingt alleine machen. Auch wenn ich hier schon einige nette Leute kennen gelernt habe und ich einen guten Draht zu den Deutschen und Amerikanern hier habe, die mir auch immer bereitwillig helfen, fuehlt man sich doch manchmal ganz schoen alleine. (Mal abgesehen von laestigen Mitbewohnern!). Vor allem wenn es draussen mal wieder wie aus Eimern giesst und man nichts anderes machen kann als ein Matschbad zu nehmen. Die Einsamkeit kann manchmal aber auch schoen sein. Man hat endlich mal Zeit, jenseits jeder Ablenkung, ueber viele Sachen nachzudenken oder die wunderschoene Flora und Fauna zu geniessen. Meist wird aber diese Ruhe von irgendjemandem unterbrochen der mich gesehen hat und mich mit einem lautem “Ferenjii! Where are you go?” begruesst.

Bezueglich der Zukunft wird mich mein Weg nach Aethiopien vermutlich zurueck in die Heimat fuehren. Ich habe naemlich eine Referendariatsstelle in Aachen angeboten bekommen. Will ich nur noch hoffen, dass meine Freundin Juliane dort auch noch einen Platz an der Uniklinik bekommen wird. Wollen wir ihr mal die Daumen druecken!

Abschliessen moechte ich noch mit ein paar Worten zu meinem Gemuehtszustand, der sich von absoluter freude, ueber Traurigkeit bis hin zur Verzweilung erstreckt.

Freude ueber die vielen schoenen Erfahrungen die ich hier machen darf, die vielen netten und gastfreundlichen Menschen, die einem mit ihrem entzueckendem Laecheln bezaubern koennen, den Spass bei der Arbeit und die allabendliche Afrikaromantik, wenn der blaue Himmel sich mit seinen grossen strahlend weissen Wolken in ein himmlisches rot faerbt und die Lanschaft traenkt.

Traurigkeit darueber, dass es vielen Menschen hier so schlecht geht und Armut oftmals das Bild praegt. Maenner in der bruetenden Sonne auf einem Steinhaufen sitzen und diesen mit einem Haemmerchen bearbeiten. Frauen barfuss eine schwere Last an Feuerholz oder Wasser schleppen und Kinder in Lumpen herumlaufen und niedere Arbeit machen muessen.

Verzweiflung, weil es mir so gut geht und ich nicht weiss wie man helfen kann. Werde ich doch oft auf Spenden angesprochen, doch erstens habe ich davon auch nicht so viel das ich jedem etwas davon geben koennte, noch glaube ich, dass Geld hier das Allheilmittel waere. Auch wenn viele dies hier annehmen. Es muesste eigentlich an der Struktur der Gesellschaft gearbeitet werden.

Was hat mir das ganze dann bis jetzt gebracht?

Kulturell brauche ich die Vorteile wohl nicht aufzuzaehlen. Liegt dies doch klar auf der Hand. Beruflich lerne ich hier vieles wie man es nicht machen sollte. Dennoch habe ich die Moeglichkeit mich mal auszuprobieren, verschiedene Lehrmethoden anzuwenden und einfach mal ohne grosse Zwaenge und Vorschriften in die Rolle des Lehrers zu schluepfen, nachdem ich an der Uni alles theoretisch lernen durfte. Dabei hoffe ich natuerlich auch den einen oder anderen Schueler zu erreichen und ihm oder ihr die englische Sprache mal etwas anders beizubringen. Naemlich als Kommunikationsmittel und nicht nur als etwas was man von der Tafel abschreiben oder nachsagen kann. Sprachlich ist es natuerlich auch gut taeglich auf Englisch zu kommunizieren.

Persoenlich lerne ich aber wohl am meisten. Das einfache Leben schaetzen zu lernen, ohne grossartigen Luxus. (Was bleibt mir denn auch anderes uebrig?) Man erkennt aber auch wie abhaengig man von vielen Errungenschaften der westlichen Welt ist und wie selbstverstaendlich man vieles in Deutschland nimmt. Dazu gehoert nicht nur, dass man den Fernseher anmachen kann wann man will oder das Internet mit einer super schnellen Leitung benutzen kann, sondern auch das man immer etwas zu trinken und zu essen bekommt, wenn man Durst oder Hunger hat. Man lernt das Leben in Deutschland somit wieder zu schaetzen. Man lernt hier aber auch Vorausplanung, denn man muss jederzeit mit allem rechnen! (Wobei ich aber immer noch dieselben doofen Fehler wie am Anfang mache!)

Es gibt noch so viel mehr das ich auf- oder erzaehlen koennte. Fuer heute belass ich es aber erst einmal hierbei. Sonst habe ich die Tage nichts mehr zu berichten.

Ich hoffe, dass ich eure Fragen beantworten konnte. Wenn nicht, fragt einfach nochmal nach und ich werde beim naechsten Eintrag darauf eingehen.

In diesem Sinne liebe Gruesse:

Hanno

Ps.: Hallo Ramon,

Dir wuensche ich am Montag den 22.10. einen wunderbaren Geburtstag und das alle Deine Wuensche in Erfuellung gehen. Weiterhin viel Spass und Erfolg bei Deiner Diplomarbeit. Liebe Gruesse auch an Chris und Deine Familie:

Hanno

Pps.: Hallo Bettina,

Dir drueck ich ganz doll die Daumen fuer die Promotion. Gruess doch auch Deine Familie ganz lieb von mir:

Hanno

Pps: Tut mir leid, dass ihr so lange nichts von mir gehoert habt. Das Internet funktioniert gerade aber kaum. Dies wird sich die tage auch kaum aendern. Schaut doch immer mal wieder auf die Seite. Liebe Gruesse:

Hanno

Freitag, 19. Oktober 2007

 

Klassenbilder!!



Montag, 15. Oktober 2007

 

Aethiops

Da das Internet zur Zeit ein wenig unverlaesslich ist und ich euch mit meinem naechsten Schulbericht ein paar schoene und lustige Bilder mitschicken moechte, belasse ich es diesmal bei einem meiner Gedichte.

Wer sich schonmal ein wenig mit der Geschichte Aethiopiens auseinandergesetzt hat oder dies noch machen wird, findet vielleicht auch noch einen tieferen Sinn bzw. ein paar Passagen an historischen Quellen oder Hinweise auf historische Begebenheiten.

Viel Spass bei der Dichtkunst eines absolut unpoetischen “Moechtegern-Dichters”:

Aethiops

Aethiops, Du Kolloss am Horn,
mal ragst Du gruen und wild empor,
um dann doch wieder zu zerfliessen
und im gelben Wuestensan dahinzuwehn.

Rot ist Deine Erde,
sowie das Blut Deiner Menschen,
sowie das erquickende Glaenzen der niedergehenden Sonne,
in der sich sanft der Kiltu wiegt,
oder wie die reife Frucht, die zu schwarzem Kaffee wird.

Land der verbrannten Haut wirst Du genannt
und schon Homer philosophierte “Eschatoi andron”.

Doch Kush erhebt zu Gott seine Haende,
auch die der vielen Sklaven, die einst in Scharen
sich in alle Himmelsrichtungen verstreuten,
erheben sich,
erheben sich zum Himmel.

Dein goldener Stolz der Unbeugsamkeit ist sichtbar,
genauso wie die salzigen Traenen die damit verbunden sind,
die sich wie ein grauer Regenguss in einem Ozean der Trauer entladen.

Vielfalt der Farben,
sind wie die Vielfalt der Kulturen in Deinem Namen,
dem Namen aus dem die Koenige kommen (werden),
bunt wie ein saftiger Regenbogen.

Aethiops, Dein Herz liegt tief,
doch ein Laecheln Deiner Menschen
- schwarz wie die Nacht und weiss wie das Licht -
erhellt die Seele des Suchenden.
Oft zwar arm an Geld, dafuer reich an Freundschaft.

Aber wohin wirst Du wanken,
wohin Dich Dein Weg fuehren?
Zu den Wurzeln Deiner Vergangenheit
oder zu den Wassern Deiner Zukunft?

Deinen Weg kannst nur Du allein finden,
aber stolpere nicht auf den matschigen Strassen der Regenzeit
und verdurste nicht zur Trockenzeit.

Aethiops, Du strahlend bunte Perle,
lass Deine wunderschoenen Farben nicht verblassen!

Hanno

Montag, 8. Oktober 2007

 

Schulalltag?

Nach einer Woche der vergnuegsamen Ruhe ist nun endlich auch ein wenig Leben in die Schule gekommen. Die letzten Baenke in der Klasse haben sich gefuellt und auch im Lehrerzimmer begegne ich erfreulicherweise immer wieder neuen Gesichtern. Es scheint, dass sich die Institution Schule so langsam von einem Ort der Verwahrung zu einem Ort des Lehrens und Lernens entwickelt. Es wurde ja auch Zeit!

Meine Schueler kenne ich aber noch nicht mit Namen. Es sind einfach zu viele und ausserdem ist der Klang der Namen mir auch ziemlich unvertraut: Abdi, Leensaa, Yardessa und Boscho sind nur einige Beispiele.

Was die Beteiligung meiner Schueler angeht, ist die 7. Klasse wirklich spitze. Es macht einfach Spass mit ihnen zu arbeiten. Manchmal ist es aber auch schwer sie vor lauter Enthusiasmus zu bremsen. Dann wird mir naemlich aus achtzig Kehlen “teacher, teacher, teacher” entgegengebruellt. Eigentlich ganz lustig, es ist aber unmoeglich alleine dagegen anzukommen.

Was die 8. Klasse betrifft, korrigiere ich meine letzte Aussage. Ich habe naemlich mittlerweile das Gefuehl, dass mich ¾ von den anwesenden Schuelern nicht verstehen. Einige sind wirklich gut, die meisten koennen aber halt kein Englisch. Anscheinend sind sie in den letzten Jahren einfach so mitgezogen worden. Naja, mein Problem ist dies ja eigentlich nicht, aber wenn sie naechstes Jahr eine weiterfuehrende Schule besuchen moechten, dann muessten sie eigentlich ziemlich heranklotzen, denn ab der Klasse 9 ist jeder Unterricht in der englischen Sprache.

Also kam ich auf die spitzen Idee die Klasse in zwei Gruppen zu unterteilen. Eine Klasse mit achtzig Schuelern ist ja eigentlich sowieso viel zu gross! Eine Gruppe mit der man etwas schneller arbeiten kannn und eine Gruppe, in der man halt nochmal etwas die Grundlagen wiederholt oder ueberhaupt erst erlernt.

Nach einer laenger Diskussion mit dem Schulleiter habe ich auch endlich die Erlaubnis dafuer bekommen. Nun steht dem ganzen Versuch nichts mehr im Weg und ich kann morgen damit beginnen. Dadurch wird meine Freizeit natuerlich ein wenig geringer, aber was tut man nicht alles fuer das Wohl seiner Schueler. Ausserdem wollte ich schon immer gegen das Vorurteil ankaempfen, dass Lehrer faul sind. Oder sind sie das wirklich??

Naja, ich werde euch bezueglich des Versuchs auf dem Laufendem halten und ausserdem moechte ich diese Woche auch noch mit dem Theaterprojekt beginnen.

In diesem Sinne geh ich jetzt wieder zurueck an die Arbeit.

Liebe Gruesse:

Hanno



Dienstag, 2. Oktober 2007

 

Hurra, endlich Schulbeginn

Nachdem der Beginn des neuen Schuljahres ein ums andere mal verschoben wurde, habe ich seit gestern endlich angefangen zu arbeiten.

Naja, von Schulbeginn kann man trotzdem nicht wirklich sprechen, war ich doch gestern und heute der einzige Lehrer an meiner Schule der mit dem Unterricht begonnen hat!

Als ich gestern frueh zur Schule kam, war diese zwar besser besucht als all die male zuvor, doch waren bestimmt nicht alle 700 Schueler vor Ort, die eigentlich haetten da sein sollen. Auch das Lehrerzimmer ueberzeugte nicht wirklich von anwesenden (und vor allem motivierten) Lehrern. Die wenigen die da waren tranken lieber Kaffee und Tee.

Da ich mir meinen Stundenplan schon zuvor besorgt hatte, war ich (obwohl ich eigentlich immer ueberallhin zu spaet komme) puenktlich und vor allem hochmotiviert in der Schule. Kurz vor Unterrichtbeginn fragte ich einen Kollegen, ob es hier klingelt, damit die Schueler und ich wissen wann es losgehen soll. “Aber sich doch” war seine Antwort. Als es nach meiner Uhr aber schon zwei Minuten nach Unterrichtsbeginn war, es aber noch nicht geschellt hatte und keiner der anwesenden Lehrer den Anschein machte zu ihren Klassen zu gehen, fragte ich dann vorsichtshalber noch einmal einen anderen Kollegen. Dieser guckte ich ganz verdutzt an und versicherte mir, dass es soetwas hier nicht geben wuerde! (Inzwischen weiss ich, es gibt doch einen Gong! Er wird aber wahrscheinlich nicht immer benutzt!)

Naja, also nahm ich meine sieben Sachen und machte mich auf den Weg zur 7. Klasse. Auf diesem kamen mir auch schon die ersten Schueler entgegen und begleiteten mich zum Klassenraum. Als sich herumgesprochen hatte, dass der Ferenjii Unterricht machen wuerde, kamen auch die restlichen Schueler. So stand ich dann vor ca. 50 Schuelern die mich in ihren gruenen Uniformen erst einmal von oben bis unten musterten. Als das Eis dann endlich gebrochen war, tauten sie so richtig auf, fingen an sich mit mir zu unterhalten, sich vorzustellen und mir Fragen zu stellen. Und nein, sie sagen nicht andauernd Ferenjii, dafuer ohne Unterbrechung teacher, teacher, teacher…

Dies war in der 8. Klasse schon etwas anders. Entweder haben diese mich nicht verstanden (ich glaube einige Schueler verstehen wirklich kein Wort von dem was ich sage!) oder sie wollten einfach nicht mit mir kommunizieren. Man glaubt ja gar nicht wie schwer es ist gegen ein kontinuierliches Schweigen anzureden.

Heute hat es dafuer in der 8. Klasse schon besser funktioniert. (Somehow I will tackle them!) So langsam tauen auch sie auf und verstehen, dass man auf Englisch nicht nur Sachen nachsagen oder vorlesen kann, sondern dass man sich auf dieser Sprache auch sehr gut unterhalten kann. Naja, aller Anfang ist halt schwer….

Heute waren es in beiden Klassen auch schon mehr Schueler. Vielleicht so um die 70. Den drei oder vier leeren Baenken (man sitzt hier uebrigens teilweise zu viert an einer Bank) nach zu urteilen, werden es die Tage aber wahrscheinlich noch mehr werden.

Es scheint sich also schon in Dembi herumgesprochen zu haben, dass der Ferenjii gegen die allgegenwaertige Lethargie ankaempft und schon in der Schule unterrichtet. Was sollte man dort eigentlich auch sonst machen?

Man kann die Schueler natuerlich auch in den Klassenraeumen einsperren und dann aufpassen, dass sie keinen Unfug machen. So kam es mir naemlich heute vor als ich zur Schule kam. Ein Lehrer passte vor den Klassenraeumen auf, zwei erstellten einen neuen Stundenplan, der Rest der Lehrer war nicht da und ich war der Einzige der unterrichtete.

Wenigstens macht es aber viel Spass. Nur das Korrigieren von Aufgaben ist nicht so der Hammer. Gestern hatte ich der 8. Klasse eine schriftliche Aufgabe gegeben, da sie anscheinend zu schuechtern waren mit mir zu kommunizieren. Sie sollten sich ein wenig vorstellen, von ihrer Familie und ihren Hobbies schreiben. Dummerweise habe ich dann die Hefte eingesammlt. Es waren so viele, die passten alle gar nicht in meinen Rucksack. So habe ich aber wenigstens schon mal einen ersten Eindruck ueber die Englischqualitaeten der Schueler der 8. Klasse bekommen. Ich erspare mir jeglichen Kommentar!

Naechste Woche werde ich zu meinen normalen Stunden noch extra Kurse anbieten, um denjeniegen die ihr Englisch wirklich verbessern wollen, auch die Moeglichkeit dazu zu geben. Vielleicht haben ja einige Lust auf Englisch zu spielen oder ein Theaterstueck vorzubereiten, einzustudieren und vorzuspeieln. Eigeninitiative ist vermutlich das einzige was hier funktioniert.

Irgendwann sollte auch das Fussballtraining der Schulmannschaft beginnen, bei dem ich auch gerne als Trainer mitwirken moechte. Doch auch dies wird sich wahrscheinlich wie alles hier noch eine Weile hinziehen.

Ich weiss gar nicht worauf alle hier warten?!

Ich werde euch auf dem Laufendem halten.

Liebe Gruesse:

Hanno





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