Mittwoch, 15. August 2007
Angekommen
Nach zwei recht angenehmen Fluegen mit Emirates, erwartete mich am Internationalen Flughafen von Addis Abeba die erste Ueberraschung. Von zwei aufgegebenen Gepaeckstuecken (ein Rucksack und eine Gitarre) kam nur eines von beiden an. So muss ich halt mit dem Gitarre spielen noch etwas warten. Ich hoffe nur nicht so lange bis ich wieder Zu Hause bin.
Ausserhalb des Flughafens erwartete mich, was ich mir bereits vor meiner Reise bildlich vorgestellt hatte: reges Treiben auf ueberfuellten Strassen, wo jeder Autofahrer nur seine eigenen Regeln kennt. Zwischen zerbeulten Jeeps und ueberfuellten Kleinbussen, bei denen sich oftmals aufgrund der Menge der Passagiere nicht einmal alle Tueren schliessen liessen, quetschten sich Fussgaenger, Esel und Ziegen hindurch. Die gesamte Situation erinnerte an einen Basar mit ganz verschiedenen Farben und Dueften. Apropos Duefte, grosse und klapprige Lkw's zogen tiefe schwarze Wolken hinter sich her, die einen nur schwer atmen liessen.
Gepraegt war alles allerdings, zumindest aus den Augen des westlichen Betrachters, von einer erschreckenden Armut. Kaputte Teerstrassen mit riesigen Schlagloechern, zusammengeschusterte Huetten am Strassenrand vor denen bettelnde Menschen mit dreckiger Kleidung sassen.

Man glaubt gar nicht, wie schlimm es ist, einfach so an ihnen vorbeizufahren oder an einer roten Ampel die Fenster des Autos schliessen zu muessen, wenn sie zu aufdringlich nach Geld oder Essen betteln.
Unweit dieser Szenerie war das Sheraton gelegen, wessen prunkvoll und riesieg anmutende Gestalt ueber allem zu wachen schien. Arm und Reich verwoben sich zu einem Ganzen, was sich Addis Abeba nennt.
Angekommen im Guest House, einer ruhigen und gruenen Oase innerhalb Addis, konnte ich erst einmal vor dem beginnenden Regen ins Trockene fluechten. Ja, denn hier in Aethiopien ist gerade Regenzeit, was sich am besten mit herbstaehnlichen Verhaeltnissen beschreiben laesst: viel, viel Regen und Kaelte!
Den Rest des Tages konnte ich gut entspannen, das Guest House erkunden, etwas essen und am Abend bei einem aethiopischen Wein - gepraegt mit dem Siegel der DDR (Aethiopiens vergessene sozialistische Vergangenheit)-, mit Martin und Angela, zwei deutschen Entwicklungshelfern, ueber ihre bisherigen Erlebnisse und die Situation im Lande plaudern.
Hin und wieder wurde die Ruhe durch die Gesaenge der Muizine erhellt, dessen Klaenge durch die Strassen und Gassen der Stadt zogen. Oder wie gerade jetzt, durch die froehliche Musik und dem aufbrausendem Schreien eines Gottesdienstes: Halleluja - Amen! Halleluja - Amen! Halleluja - Amen!
Jetzt muss ich mich aber erst einmal auf den Weg machen und ein paar Dinge besorgen, u.a. versuchen meine Gitarre wieder zu bekommen, bevor es morgen in aller fruehe auf den Weg nach Dembi Dollo geht.
Ausserhalb des Flughafens erwartete mich, was ich mir bereits vor meiner Reise bildlich vorgestellt hatte: reges Treiben auf ueberfuellten Strassen, wo jeder Autofahrer nur seine eigenen Regeln kennt. Zwischen zerbeulten Jeeps und ueberfuellten Kleinbussen, bei denen sich oftmals aufgrund der Menge der Passagiere nicht einmal alle Tueren schliessen liessen, quetschten sich Fussgaenger, Esel und Ziegen hindurch. Die gesamte Situation erinnerte an einen Basar mit ganz verschiedenen Farben und Dueften. Apropos Duefte, grosse und klapprige Lkw's zogen tiefe schwarze Wolken hinter sich her, die einen nur schwer atmen liessen.
Gepraegt war alles allerdings, zumindest aus den Augen des westlichen Betrachters, von einer erschreckenden Armut. Kaputte Teerstrassen mit riesigen Schlagloechern, zusammengeschusterte Huetten am Strassenrand vor denen bettelnde Menschen mit dreckiger Kleidung sassen.
Man glaubt gar nicht, wie schlimm es ist, einfach so an ihnen vorbeizufahren oder an einer roten Ampel die Fenster des Autos schliessen zu muessen, wenn sie zu aufdringlich nach Geld oder Essen betteln.
Unweit dieser Szenerie war das Sheraton gelegen, wessen prunkvoll und riesieg anmutende Gestalt ueber allem zu wachen schien. Arm und Reich verwoben sich zu einem Ganzen, was sich Addis Abeba nennt.
Angekommen im Guest House, einer ruhigen und gruenen Oase innerhalb Addis, konnte ich erst einmal vor dem beginnenden Regen ins Trockene fluechten. Ja, denn hier in Aethiopien ist gerade Regenzeit, was sich am besten mit herbstaehnlichen Verhaeltnissen beschreiben laesst: viel, viel Regen und Kaelte!
Den Rest des Tages konnte ich gut entspannen, das Guest House erkunden, etwas essen und am Abend bei einem aethiopischen Wein - gepraegt mit dem Siegel der DDR (Aethiopiens vergessene sozialistische Vergangenheit)-, mit Martin und Angela, zwei deutschen Entwicklungshelfern, ueber ihre bisherigen Erlebnisse und die Situation im Lande plaudern.
Hin und wieder wurde die Ruhe durch die Gesaenge der Muizine erhellt, dessen Klaenge durch die Strassen und Gassen der Stadt zogen. Oder wie gerade jetzt, durch die froehliche Musik und dem aufbrausendem Schreien eines Gottesdienstes: Halleluja - Amen! Halleluja - Amen! Halleluja - Amen!
Jetzt muss ich mich aber erst einmal auf den Weg machen und ein paar Dinge besorgen, u.a. versuchen meine Gitarre wieder zu bekommen, bevor es morgen in aller fruehe auf den Weg nach Dembi Dollo geht.
Kommentare:
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Moin Hanno!
Naja. Nach Murphys Law musste es ja so kommen, dass ein Teil deines Gepäcks verloren geht. Immerhin kannst Du froh sein, dass es "nur" die Gitarre war, die fehlt. Stell Dir mal den anderen Fall vor.
Aber immerhin bist Du heile angekommen. So kann man sich auf weitere spannende Berichte in diesem Blog freuen... ;-)
Dann mach's mal gut, und man ließt sich.
Gruß
Ramon
Naja. Nach Murphys Law musste es ja so kommen, dass ein Teil deines Gepäcks verloren geht. Immerhin kannst Du froh sein, dass es "nur" die Gitarre war, die fehlt. Stell Dir mal den anderen Fall vor.
Aber immerhin bist Du heile angekommen. So kann man sich auf weitere spannende Berichte in diesem Blog freuen... ;-)
Dann mach's mal gut, und man ließt sich.
Gruß
Ramon
Ahoi Cindy,
mensch biste ja doch angekommen...ick wünsche dir auf jeden fall, dass sich deine gitarre wieder anfindet und nicht die airline nun fröhlich ihre neuen streckziele mit leiser gitarrenmusik unterstreicht....nun gut ... dann viel Erfolg,dass auf dem beschwerlichsten teil der reise alles glatt läuft , in diesem sinne
cu caro
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mensch biste ja doch angekommen...ick wünsche dir auf jeden fall, dass sich deine gitarre wieder anfindet und nicht die airline nun fröhlich ihre neuen streckziele mit leiser gitarrenmusik unterstreicht....nun gut ... dann viel Erfolg,dass auf dem beschwerlichsten teil der reise alles glatt läuft , in diesem sinne
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