Donnerstag, 23. August 2007
Baga nagaan dhuftani
So wurde ich seit meiner Ankunft hier in Dembi von all den netten und
sympathischen Aethiopiern begruesst. Dabei gibt man sich die Hand, beugt
sich ein wenig vor, sodass sich die Schultern der Begruessenden gegenseitig
beruehren. Dabei spricht man mindestens 10x wobei 10x noch selten ist
die Begruessungsfloskeln Baga nagaan dhuftani und Baga nagaan egdani.
Eigentlich eine recht nette Sitte, doch kann ein Stadtbesuch mit jemandem
der halb Dembi kennt, so ganz schoen lange dauern.
Zum Stadtkern brauche ich vom Compound aus zu Fuss ca. 30 Minuten. Deshalb
denke ich gerade darueber nach, ob ich mir nicht einen Drahtesel anschaffe.
Auf dem Weg zum Stadtkern einem Kreisel umgeben von einem
Altreifenhaendler, der Post, einem Musikladen (der alle Personen ausserhalb
des Ladens mit seiner Musik bedroehnt) und ein paar kleineren Laeden komme
ich ueber einem Lehmweg an einigen Haeusern, dem oertlichen Krankenhaus und
einigen Kiosken vorbei.
Das Hauptverkehrsmittel auf Dembis Strassen ist uebrigens der Lastesel.
Dieser darf vor allem Feuerholz und Wasser tragen. Wenn man allerdings nicht
im Besitz eines so teuren gutes ist, muss man Holz und Wasser halt selber
transportieren. Dies ist dann hauptsaechlich Kinder- und Frauenarbeit. Das
Holz findet man im Wald, wohingegen soweit ich weiss ein Brunnen
(gestiftet von der Glimmer of Hope Foundation) all diejenigen versorgt,
die kein fliessend Wasser haben. Der Menge nach zu urteilen die vor dem
Brunnen Schlange stand, muessen dies viele Haushalte sein.
Neben dem Compound, der Innenstadt und meiner Schule (darueber werde ich
euch aber mehr erzaehlen, wenn die Schule in knapp drei Wochen beginnt) gibt
es hier in Dembi auch noch den Compound der weiterfuehrenden Schule. Zu
diesem brauche ich ueber Schleichwege, berauf und bergab ca. 20 Minuten
(aethiopisches Schritttempo). Dort findet man neben den Schulgebaeuden auch
Sportanlagen, wie einen Fussball- und Basketballplatz sowie ein
Volleyballfeld. Dort werde ich vermutlich demnaechst erst einmal meine Tage
verbringen, soweit ich nicht wegen einer weiteren Magenverstimmung den Tag
auf dem Klo sitze.
Zur Zeit mache ich eigentlich recht viel mit meinen Nachbarn Itaffa, Lalissa
und Dabala, die mich immer wieder zum Kaffee und Essen einladen. Erfahren
gibt es von ihnen viel ueber die Kultur und Lebensweise der Oromos und von
ihnen lerne ich auch ein paar Brocken der Weltsprache Oromiffa.
Ansonsten vertreibt man sich schon irgendwie die Zeit mit Lesen, Schlafen
und Gitarre spielen. Hausarbeit und Einkaufen faellt auch immer wieder an
und kann auch schon mal laenger dauern, wenn man auf all die
Annehmlichkeiten von zu Hause verzichten muss. (Wie sehr vermisse ich schon
jetzt den Spar um die Ecke der Einstein 10!).
Ansonsten freue ich mich schon wenn die Schule bald beginnt.
Wer haette das wohl jemals gedacht?!
PS.: Ich freue mich sehr ueber die zahlreichen Beitraege auf dem Blog und
hoffe, dass es noch mehr werden. Doch leider kann ich euch nicht immer
antworten, da das Internet hier sehr langsam ist und ich die meiste Zeit die
mir im Netz zur Verfuegung steht, damit verbringe den Text zu schreiben und
die Bilder hochzuladen. Dies ist fuer euch ja eigentlich auch das
Interessanteste. Ich danke fuer euer Verstaendnis und seid mir deshalb nicht
boese, wenn ihr hauptsaechlich ueber den Blog von mir hoert.
Danke auch fuer all die lieben Geburtstagswuensche.
Liebe Gruesse:
Hanno




sympathischen Aethiopiern begruesst. Dabei gibt man sich die Hand, beugt
sich ein wenig vor, sodass sich die Schultern der Begruessenden gegenseitig
beruehren. Dabei spricht man mindestens 10x wobei 10x noch selten ist
die Begruessungsfloskeln Baga nagaan dhuftani und Baga nagaan egdani.
Eigentlich eine recht nette Sitte, doch kann ein Stadtbesuch mit jemandem
der halb Dembi kennt, so ganz schoen lange dauern.
Zum Stadtkern brauche ich vom Compound aus zu Fuss ca. 30 Minuten. Deshalb
denke ich gerade darueber nach, ob ich mir nicht einen Drahtesel anschaffe.
Auf dem Weg zum Stadtkern einem Kreisel umgeben von einem
Altreifenhaendler, der Post, einem Musikladen (der alle Personen ausserhalb
des Ladens mit seiner Musik bedroehnt) und ein paar kleineren Laeden komme
ich ueber einem Lehmweg an einigen Haeusern, dem oertlichen Krankenhaus und
einigen Kiosken vorbei.
Das Hauptverkehrsmittel auf Dembis Strassen ist uebrigens der Lastesel.
Dieser darf vor allem Feuerholz und Wasser tragen. Wenn man allerdings nicht
im Besitz eines so teuren gutes ist, muss man Holz und Wasser halt selber
transportieren. Dies ist dann hauptsaechlich Kinder- und Frauenarbeit. Das
Holz findet man im Wald, wohingegen soweit ich weiss ein Brunnen
(gestiftet von der Glimmer of Hope Foundation) all diejenigen versorgt,
die kein fliessend Wasser haben. Der Menge nach zu urteilen die vor dem
Brunnen Schlange stand, muessen dies viele Haushalte sein.
Neben dem Compound, der Innenstadt und meiner Schule (darueber werde ich
euch aber mehr erzaehlen, wenn die Schule in knapp drei Wochen beginnt) gibt
es hier in Dembi auch noch den Compound der weiterfuehrenden Schule. Zu
diesem brauche ich ueber Schleichwege, berauf und bergab ca. 20 Minuten
(aethiopisches Schritttempo). Dort findet man neben den Schulgebaeuden auch
Sportanlagen, wie einen Fussball- und Basketballplatz sowie ein
Volleyballfeld. Dort werde ich vermutlich demnaechst erst einmal meine Tage
verbringen, soweit ich nicht wegen einer weiteren Magenverstimmung den Tag
auf dem Klo sitze.
Zur Zeit mache ich eigentlich recht viel mit meinen Nachbarn Itaffa, Lalissa
und Dabala, die mich immer wieder zum Kaffee und Essen einladen. Erfahren
gibt es von ihnen viel ueber die Kultur und Lebensweise der Oromos und von
ihnen lerne ich auch ein paar Brocken der Weltsprache Oromiffa.
Ansonsten vertreibt man sich schon irgendwie die Zeit mit Lesen, Schlafen
und Gitarre spielen. Hausarbeit und Einkaufen faellt auch immer wieder an
und kann auch schon mal laenger dauern, wenn man auf all die
Annehmlichkeiten von zu Hause verzichten muss. (Wie sehr vermisse ich schon
jetzt den Spar um die Ecke der Einstein 10!).
Ansonsten freue ich mich schon wenn die Schule bald beginnt.
Wer haette das wohl jemals gedacht?!
PS.: Ich freue mich sehr ueber die zahlreichen Beitraege auf dem Blog und
hoffe, dass es noch mehr werden. Doch leider kann ich euch nicht immer
antworten, da das Internet hier sehr langsam ist und ich die meiste Zeit die
mir im Netz zur Verfuegung steht, damit verbringe den Text zu schreiben und
die Bilder hochzuladen. Dies ist fuer euch ja eigentlich auch das
Interessanteste. Ich danke fuer euer Verstaendnis und seid mir deshalb nicht
boese, wenn ihr hauptsaechlich ueber den Blog von mir hoert.
Danke auch fuer all die lieben Geburtstagswuensche.
Liebe Gruesse:
Hanno
Kommentare:
<< Startseite
Da gibts garnix zu Meckern!! Dein Blog ist einzigartig, Jung, lass dir man rurch Zeit, hauptsache man hört jede Woche mal was längeres, sonst setz ich mich in nen Flieger und kuck nach dem Rechten ;-P
Hier gibts noch nix neues... Übermorgen kommt der Brief aus NS...
Gruß, Bjoern.
Hier gibts noch nix neues... Übermorgen kommt der Brief aus NS...
Gruß, Bjoern.
Hallo Hanno,
hab erst jetzt mal wieder die Zeit gefunden in deinen Blog zu schau und ich muss sagen "Alle Achtung" *DaumenHochZeig* ^^
Freut mich das es dir so gut gefaellt und ich hoffe mal das das auch so bleibt.
Liebe Gruesse aus München
Tina
P.S.: nochmal alles Gute nachtraeglich zum Geburtstag (peinlich, peinlich voll vergessen)
hab erst jetzt mal wieder die Zeit gefunden in deinen Blog zu schau und ich muss sagen "Alle Achtung" *DaumenHochZeig* ^^
Freut mich das es dir so gut gefaellt und ich hoffe mal das das auch so bleibt.
Liebe Gruesse aus München
Tina
P.S.: nochmal alles Gute nachtraeglich zum Geburtstag (peinlich, peinlich voll vergessen)
Akam jirtu Hanno,
hier schreibt mal die Frieda. Man ist das alles spannend. Früher waren die Nachbarn noch: Qes Johannes und seine Familie, aber die sind nach Addis gezogen. Na und jetzt frag ich mich natürlich, ob ich Itaffa, Lalissa und Dabala kenne??? Was machen die 3 denn so? Lalissa könnte einer meiner Schüler sein, der damals (vor 5 Jahren) in die 8. Klasse ging in Birhane Yesus und schon sehr viel älter war als ein Schüler hier in der 8. Klasse (vielleicht so 16,17. Das heißt er müßte jetzt ein junger Mann anfang/mitte 20 sein). Kannst Du heraus finden, wie sein Nachname- also sein Papas Vorname ist (und wenn er noch so jung ist, ob er mich kennt und er in Birhane war?)
Schön, dass es Dir gut geht - das mit dem Essen kommt noch...
Tschö Frieda
hier schreibt mal die Frieda. Man ist das alles spannend. Früher waren die Nachbarn noch: Qes Johannes und seine Familie, aber die sind nach Addis gezogen. Na und jetzt frag ich mich natürlich, ob ich Itaffa, Lalissa und Dabala kenne??? Was machen die 3 denn so? Lalissa könnte einer meiner Schüler sein, der damals (vor 5 Jahren) in die 8. Klasse ging in Birhane Yesus und schon sehr viel älter war als ein Schüler hier in der 8. Klasse (vielleicht so 16,17. Das heißt er müßte jetzt ein junger Mann anfang/mitte 20 sein). Kannst Du heraus finden, wie sein Nachname- also sein Papas Vorname ist (und wenn er noch so jung ist, ob er mich kennt und er in Birhane war?)
Schön, dass es Dir gut geht - das mit dem Essen kommt noch...
Tschö Frieda
Hi Hanno!
Ich Affe hab deinen Jeburtstach verpennt...Aber ich bin immerhin mit der Intention auf die Seite gegangen Dir zu gratulieren!
Also, alles Jute und viel Spaß weitehin...
Ist echt ne feine Sache son Blog -schön was von Dir in der Ferne mitzubekommen!
Bis dahin Tina
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Ich Affe hab deinen Jeburtstach verpennt...Aber ich bin immerhin mit der Intention auf die Seite gegangen Dir zu gratulieren!
Also, alles Jute und viel Spaß weitehin...
Ist echt ne feine Sache son Blog -schön was von Dir in der Ferne mitzubekommen!
Bis dahin Tina
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