Donnerstag, 22. November 2007
Malaria?
Naja, ich dachte schon es wuerde mir zum Ende hin erspart bleiben, aber ich bin mal wieder krank. Diesmal hat es mich auch ganz schoen erwischt. Alle Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen, Schweissattacken, Schuettelfrost usw. deuteten auf Malaria hin, doch hat der Arzt (mal wieder Dr. Dawid) gluecklicherweise Entwarnung gegeben. Der Bluttest war negativ. Dummerweise wusste aber auch er nicht wirklich was es ist und tippte auf eine Infektion. So halte ich mich momentan mit Antibiotika und Paracethamol ueber Wasser und schlafe eigentlich den ganzen lieben langen Tag. So bekomme ich auch von der Aussenwelt zur Zeit nicht so viel mit und kann die wunderbaren Sonnenuntergaenge leider nur vom Bett aus geniessen.
Liebe Gruesse bis zum naechsten Eintrag, wenn ich wieder auf dem Dampfer bin:
Hanno
Ps.: Lieber Philip,
Dir wuensche ich einen ganz schoenen Geburtstag und hoffe dass alle Deine Wuensche und Traeume in Erfuellung gehen.
Sei lieb gedrueckt:
Hanno
Liebe Gruesse bis zum naechsten Eintrag, wenn ich wieder auf dem Dampfer bin:
Hanno
Ps.: Lieber Philip,
Dir wuensche ich einen ganz schoenen Geburtstag und hoffe dass alle Deine Wuensche und Traeume in Erfuellung gehen.
Sei lieb gedrueckt:
Hanno
Samstag, 17. November 2007
Schuleindruecke
Schuleindruecke gewaehrt man nicht jedem, es sei denn man ist Auslaender und bringt viel Geld mit. Aber auch dann gewaehrt man nicht wirklich tiefe Eindruecke in das Schulleben, sondern man versucht lieber eine Augenwischerei zu betreiben. D.h., dass man alles Gute hervorhebt und das Schlechte unter den Teppich fegt.
So auch in unserem Fall. Kaum ruecken ein paar Amerikaner und Inder an, entsteht in der Schule schon die absolute Hektik. Ploetzlich versucht man naemlich den Schueler, das einzelne Individuum in den Mittelpunkt des Interesses zu stellen. Der Wandel von einer Massenabfertigung hin zum Schuelerzentrismus vollzog sich ziemlich schlagartig und wurde mir bis gestern gar nicht so bewusst. Dies wird sich aber wahrscheinlich genauso schlagartig zurueckverwandeln, wenn die Gaeste nicht mehr hier sind. Zur Zeit sieht man gluecklicherweise auch keinen Lehrer mit einem Stock herumlaufen. Wuerde es sich hierbei um einen althergebrachten Zeigestock handeln, dort ein adaequates Hilfsmittel wo es den modernen Pointer noch nicht gibt, wuerde gegen die weitere Verwendung des Stocks wohl nichts einzuwenden zu sein. Da man ihn momentan aber aus allen Klassenzimmern verbannt hat (ich bin mir allerdings auch hier sicher, dass dieser bald zurueckkehren wird), weiss man wohl um das Unrecht, dass man ansonsten begeht.
Wuerde es zu lange dauern alle weiteren Veraenderungen des Schulalltags aufzuzaehlen, moechte ich aber noch auf die heutigen Ereignisse zurueckgreifen.
Bin ich es doch schon gewohnt, dass ich im Kollegium Informationen immer als letzter mitbekomme, musste ich aber heute schmunzeln, als auch wirklich keiner meiner Kollegen eine Ahnung von dem heutigen Fest hatte. Die Besucher hatten aus unersichtlichen Gruenden ein Fest organisiert, wofuer niemand den Grund kannte. Dementsprechend gross war die Aufregung und zu meiner Erheiterung sprangen alle wie aufgeschreckte Huehner herum.
Auf Fotos fuer die Heimat macht sich ein bunter Schulcampus und ein “gestelltes” Schulfest besser und kann man so auch leichter Spendengelder locker machen. In finanzielle Angelegenheiten habe ich natuerlich keinen Einblick und verbitte mir daher auch jades Wort darueber. Ein lautgedachter Gedanke sei aber dennoch erlaubt: Manchmal fragt man sich schon, ob die Gelder auch ueberhaupt dort ankommen, wofuer sie gespendet wurden.
So bescheisst man halt und will letzten Endes auch beschissen werden!
Euch, meinen treuen Leserinnen und Lesern, gestatte ich hingegen sehr gerne kostenlose und tiefe Einblicke in mein Schulleben. Muesst ihr doch sowieso auf meine Worte vertrauen und koennt euch nicht vom Gegenteil ueberzeugen.
Die Begeisterung der Schueler am Sport haelt weiter an, sodas ich mich mit Wandossen zusammengetan habe und zur Zeit mit ihm ein Fussballturnier organisiere. Dies soll allerdings nicht gestellt sein, sondern den Schuelern richtig Spass machen. Aber auch den Lehrern, denn es soll auch eine Lehrermannschaft geben. Ich bin schon sehr gespannt, was dabei herum kommt.
Das Theaterprojekt neigt sich so langsam auch seinem Hoehepunkt entgegen, in zwei Wochen soll Premiere sein. Bis dahin gibt es aber noch viel Arbeit.
Spucke ich nun wohl lieber in die Haende und beginne damit.
Viele liebe Gruesse und bis die Tage:
Hanno
Ps.: Hallo Bettina,
da habe ich Deinen Geburtstag doch nun schon zum x-mal vergessen. Hole ich es auf diesem Weg einfach nach. Also, alles, alles gute nachtraeglich zum Geburtstag und das alle Deine Wuensche in Erfuellung gehen moegen.
Liebe Gruesse auch an Deine Familie:
Hanno
So auch in unserem Fall. Kaum ruecken ein paar Amerikaner und Inder an, entsteht in der Schule schon die absolute Hektik. Ploetzlich versucht man naemlich den Schueler, das einzelne Individuum in den Mittelpunkt des Interesses zu stellen. Der Wandel von einer Massenabfertigung hin zum Schuelerzentrismus vollzog sich ziemlich schlagartig und wurde mir bis gestern gar nicht so bewusst. Dies wird sich aber wahrscheinlich genauso schlagartig zurueckverwandeln, wenn die Gaeste nicht mehr hier sind. Zur Zeit sieht man gluecklicherweise auch keinen Lehrer mit einem Stock herumlaufen. Wuerde es sich hierbei um einen althergebrachten Zeigestock handeln, dort ein adaequates Hilfsmittel wo es den modernen Pointer noch nicht gibt, wuerde gegen die weitere Verwendung des Stocks wohl nichts einzuwenden zu sein. Da man ihn momentan aber aus allen Klassenzimmern verbannt hat (ich bin mir allerdings auch hier sicher, dass dieser bald zurueckkehren wird), weiss man wohl um das Unrecht, dass man ansonsten begeht.
Wuerde es zu lange dauern alle weiteren Veraenderungen des Schulalltags aufzuzaehlen, moechte ich aber noch auf die heutigen Ereignisse zurueckgreifen.
Bin ich es doch schon gewohnt, dass ich im Kollegium Informationen immer als letzter mitbekomme, musste ich aber heute schmunzeln, als auch wirklich keiner meiner Kollegen eine Ahnung von dem heutigen Fest hatte. Die Besucher hatten aus unersichtlichen Gruenden ein Fest organisiert, wofuer niemand den Grund kannte. Dementsprechend gross war die Aufregung und zu meiner Erheiterung sprangen alle wie aufgeschreckte Huehner herum.
Auf Fotos fuer die Heimat macht sich ein bunter Schulcampus und ein “gestelltes” Schulfest besser und kann man so auch leichter Spendengelder locker machen. In finanzielle Angelegenheiten habe ich natuerlich keinen Einblick und verbitte mir daher auch jades Wort darueber. Ein lautgedachter Gedanke sei aber dennoch erlaubt: Manchmal fragt man sich schon, ob die Gelder auch ueberhaupt dort ankommen, wofuer sie gespendet wurden.
So bescheisst man halt und will letzten Endes auch beschissen werden!
Euch, meinen treuen Leserinnen und Lesern, gestatte ich hingegen sehr gerne kostenlose und tiefe Einblicke in mein Schulleben. Muesst ihr doch sowieso auf meine Worte vertrauen und koennt euch nicht vom Gegenteil ueberzeugen.
Die Begeisterung der Schueler am Sport haelt weiter an, sodas ich mich mit Wandossen zusammengetan habe und zur Zeit mit ihm ein Fussballturnier organisiere. Dies soll allerdings nicht gestellt sein, sondern den Schuelern richtig Spass machen. Aber auch den Lehrern, denn es soll auch eine Lehrermannschaft geben. Ich bin schon sehr gespannt, was dabei herum kommt.
Das Theaterprojekt neigt sich so langsam auch seinem Hoehepunkt entgegen, in zwei Wochen soll Premiere sein. Bis dahin gibt es aber noch viel Arbeit.
Spucke ich nun wohl lieber in die Haende und beginne damit.
Viele liebe Gruesse und bis die Tage:
Hanno
Ps.: Hallo Bettina,
da habe ich Deinen Geburtstag doch nun schon zum x-mal vergessen. Hole ich es auf diesem Weg einfach nach. Also, alles, alles gute nachtraeglich zum Geburtstag und das alle Deine Wuensche in Erfuellung gehen moegen.
Liebe Gruesse auch an Deine Familie:
Hanno
Montag, 12. November 2007
“Maehh” – Ich fuehlte mich wie ein Schaf
Jetzt wohne ich schon fast eine ganze Woche auf dem “BESS-Compound” und ich lebe wie “Gott in Frankreich”. Endlich kann ich wieder heiss duschen, was ich auch jeden Abend ausgiebig ausnutze, denn bald werde ich wieder mit meiner kalten Dusche vorlieb nehmen duerfen.
Stromausfall interessiert mich momentan auch nicht im geringsten. Auch wenn ich noch keinen eigenen Generator habe (Juliane und Bjoern, koennt ihr euch noch an die Dieselgeneratoren der Inder in Agra erinnern?) oder eine Autobatterie fuer den Haushaltsbedarf, wie meine “neuen Nachbarn” Elke und Michel, so kann ich doch wenigstens wenn der Elektorherd ausfaellt auf Gas umschalten. Das ist doch auch schon etwas. In meiner anderen Bude musste ich mittags schon vorausplanen. Vor allem wenn ELPA da war! Dies hiess vor allem schon mal den Bokollo (Mais) und die Eier vorkochen. Diese Sorgen muss ich mir zur Zeit nicht machen.
Ausserdem bekome ich auch jeden morgen Milch ganz frisch von der Kuh geliefert. Diese muss man zwar noch abkochen und sie riecht auch immer etwas streng, aber ich bin trotzdem sehr froh darueber. Bekommt man Milch doch ansonsten kaum oder nur mit guten Beziehungen.
Es ist schon interessant, wie schnell und simpel man nach drei Monaten Aethiopien mit den einfachsten Dingen zufrieden ist.
Das beste ist allerdings die Gesellschaft von Hailey. Sie ist einfach klasse und ich glaube ich moechte auch einen Hund haben, wenn ich wieder in Deutschland bin. Wenn man so das erste mal eine gewisse Zeit auf einen Hund aufpassen darf, abgesehen von Hilkes Hunden in der Einstein 10, wird einem so richtig bewusst, warum man den Hund als den “besten Freund des Menschen” bezeichnet.
Sorge ich als Weisser doch sowieso schon immer genug fuer Aufregung, mache ich dies noch umso mehr. Hier fuehrt man naemlich hoechsten Kuehe, Schafe, Ziegen oder Esel an der Leine, aber gewiss keinen Hund! Und so werde ich regelmaessig von allen Aethiopiern belaechelt, wenn mit Hailey an der Leine spazieren gehe.
Wo wir nun schon bei Tieren sind, ja Karl-Otto, du hast vollkommen recht, ich habe einen ganzen Zoo um mich herum. Die Ratten hinterlassen weiterhin Spuren ihres Daseins, meine Nachbarn die Wennys (Affen), die regelmaessig auf meinem Dach herumtanzen, vermissen mich bestimmt auch schon sehr und ist das nicht schon genug, hatte ich die Tage auch noch so um die fuenfzig Fliegen in meiner Kueche.
Die Synode hat momentan neue Gaeste, die unter meiner Wohnung im “Guest-House” untergebracht sind. Da meine Schule gleich um die Ecke ist, gucke ich auch jeden Tag vorbei und schaue nach dem rechten.
Die Koechin des Gaestehauses fragte mich bereits vor einigen Tagen, ob ich ca. 10 Kilo Fleisch in meinem Kuehlschrank fuer die Gaeste lagern koennte. Da Aethiopier solch ein technisches Geraet normalerweise nicht benutzen, willigte ich ein. Was fuer ein Fehler!! Haette ich vorher gewusst, dass die Gaeste doch tatsaechlich Inder sind, haette ich niemals eingewilligt. Meine Vermutung bestaetigte sich naemlich sehr schnell und die Inder sind Vegetarier, sodas die Koechin das ganze Fleisch nicht unter den Mann und die Frau bringen konnte. Solch eine Weitsicht konnte die gute Dame natuerlich auch nicht haben (hat sie doch wahrscheinlich noch nie Dembi Dollo verlassen und weiss auch nicht wo Indien liegt), man haette sie diesbezueglich aber durchaus informieren koennen. Informationen sind hier aber sehr rar und so vergammelte das Fleisch so ca. eine Woche in meinem Kuehlschrank, der natuerlich auf Grund von ELPA nicht dauerhaft kuehlt.
Als ich dann diesen Samstag in meiner Wohnung vorbeischaute, es furchtbar stank und alles voller Fliegen war, war das Ende meiner Geduld erreicht und ich bat die Koechin hoeflich aber bestimmt das Fleisch zu entfernen und den Kuelkschrank zu putzen. Zuerst hatte sie zwar nicht so richtig Lust, erledigte dann aber doch alles bereitwillig. Die Fliegen bin ich gluecklicherweise mit “Diditii” (Insektenvernichter) losgeworden.
Ich bin allerdings nicht nur von einem Zoo umgeben, manchmal fuehle ich mich auch wie ein Tier in einem. Genuaer gesagt, ich fuhlte mich wie ein Schaf in einem Streichelzoo!
Da die Matte auf meinem Kopf immer laenger und es somit auch immer heisser wurde, habe ich mich entschlossen zum Friseur zu gehen. In einem aethiopischen Friseursalon gibt es allerdings keine Scheren, sondern nur Rasierer. So guckte ich mir das ganze erst einmal an und hatte ein wenig das Gefuehl, dass die Kunden eher wie Schafe geschoren als frisiert wurden. Nun ja, die Wolle musste halt ab und fuer 6 Birr (umgerechnet ca. 60 Cent) habe ich neben der Haarrasur sogar noch eine Rasur mit dem Phili-Shave, purem Alkohol als After-Shave und “Hair-Fluid” gratis dazu bekommen. Nichtsdestotrotz fuehlte ich mich wie ein Schaf in einer Massenabfertigung.
In diesem Sinne “Maehh” und liebe Gruesse bis zum naechsten Eintrag:
Hanno
Stromausfall interessiert mich momentan auch nicht im geringsten. Auch wenn ich noch keinen eigenen Generator habe (Juliane und Bjoern, koennt ihr euch noch an die Dieselgeneratoren der Inder in Agra erinnern?) oder eine Autobatterie fuer den Haushaltsbedarf, wie meine “neuen Nachbarn” Elke und Michel, so kann ich doch wenigstens wenn der Elektorherd ausfaellt auf Gas umschalten. Das ist doch auch schon etwas. In meiner anderen Bude musste ich mittags schon vorausplanen. Vor allem wenn ELPA da war! Dies hiess vor allem schon mal den Bokollo (Mais) und die Eier vorkochen. Diese Sorgen muss ich mir zur Zeit nicht machen.
Ausserdem bekome ich auch jeden morgen Milch ganz frisch von der Kuh geliefert. Diese muss man zwar noch abkochen und sie riecht auch immer etwas streng, aber ich bin trotzdem sehr froh darueber. Bekommt man Milch doch ansonsten kaum oder nur mit guten Beziehungen.
Es ist schon interessant, wie schnell und simpel man nach drei Monaten Aethiopien mit den einfachsten Dingen zufrieden ist.
Das beste ist allerdings die Gesellschaft von Hailey. Sie ist einfach klasse und ich glaube ich moechte auch einen Hund haben, wenn ich wieder in Deutschland bin. Wenn man so das erste mal eine gewisse Zeit auf einen Hund aufpassen darf, abgesehen von Hilkes Hunden in der Einstein 10, wird einem so richtig bewusst, warum man den Hund als den “besten Freund des Menschen” bezeichnet.
Sorge ich als Weisser doch sowieso schon immer genug fuer Aufregung, mache ich dies noch umso mehr. Hier fuehrt man naemlich hoechsten Kuehe, Schafe, Ziegen oder Esel an der Leine, aber gewiss keinen Hund! Und so werde ich regelmaessig von allen Aethiopiern belaechelt, wenn mit Hailey an der Leine spazieren gehe.
Wo wir nun schon bei Tieren sind, ja Karl-Otto, du hast vollkommen recht, ich habe einen ganzen Zoo um mich herum. Die Ratten hinterlassen weiterhin Spuren ihres Daseins, meine Nachbarn die Wennys (Affen), die regelmaessig auf meinem Dach herumtanzen, vermissen mich bestimmt auch schon sehr und ist das nicht schon genug, hatte ich die Tage auch noch so um die fuenfzig Fliegen in meiner Kueche.
Die Synode hat momentan neue Gaeste, die unter meiner Wohnung im “Guest-House” untergebracht sind. Da meine Schule gleich um die Ecke ist, gucke ich auch jeden Tag vorbei und schaue nach dem rechten.
Die Koechin des Gaestehauses fragte mich bereits vor einigen Tagen, ob ich ca. 10 Kilo Fleisch in meinem Kuehlschrank fuer die Gaeste lagern koennte. Da Aethiopier solch ein technisches Geraet normalerweise nicht benutzen, willigte ich ein. Was fuer ein Fehler!! Haette ich vorher gewusst, dass die Gaeste doch tatsaechlich Inder sind, haette ich niemals eingewilligt. Meine Vermutung bestaetigte sich naemlich sehr schnell und die Inder sind Vegetarier, sodas die Koechin das ganze Fleisch nicht unter den Mann und die Frau bringen konnte. Solch eine Weitsicht konnte die gute Dame natuerlich auch nicht haben (hat sie doch wahrscheinlich noch nie Dembi Dollo verlassen und weiss auch nicht wo Indien liegt), man haette sie diesbezueglich aber durchaus informieren koennen. Informationen sind hier aber sehr rar und so vergammelte das Fleisch so ca. eine Woche in meinem Kuehlschrank, der natuerlich auf Grund von ELPA nicht dauerhaft kuehlt.
Als ich dann diesen Samstag in meiner Wohnung vorbeischaute, es furchtbar stank und alles voller Fliegen war, war das Ende meiner Geduld erreicht und ich bat die Koechin hoeflich aber bestimmt das Fleisch zu entfernen und den Kuelkschrank zu putzen. Zuerst hatte sie zwar nicht so richtig Lust, erledigte dann aber doch alles bereitwillig. Die Fliegen bin ich gluecklicherweise mit “Diditii” (Insektenvernichter) losgeworden.
Ich bin allerdings nicht nur von einem Zoo umgeben, manchmal fuehle ich mich auch wie ein Tier in einem. Genuaer gesagt, ich fuhlte mich wie ein Schaf in einem Streichelzoo!
Da die Matte auf meinem Kopf immer laenger und es somit auch immer heisser wurde, habe ich mich entschlossen zum Friseur zu gehen. In einem aethiopischen Friseursalon gibt es allerdings keine Scheren, sondern nur Rasierer. So guckte ich mir das ganze erst einmal an und hatte ein wenig das Gefuehl, dass die Kunden eher wie Schafe geschoren als frisiert wurden. Nun ja, die Wolle musste halt ab und fuer 6 Birr (umgerechnet ca. 60 Cent) habe ich neben der Haarrasur sogar noch eine Rasur mit dem Phili-Shave, purem Alkohol als After-Shave und “Hair-Fluid” gratis dazu bekommen. Nichtsdestotrotz fuehlte ich mich wie ein Schaf in einer Massenabfertigung.
In diesem Sinne “Maehh” und liebe Gruesse bis zum naechsten Eintrag:
Hanno
Dienstag, 6. November 2007
Umzug
Bei mir gibt es momentan nicht allzu viel neues zu berichten. Die Arbeit macht noch immer Spass, nimmt aber auch weiterhin viel Zeit in Anspruch. Genauso wie das Theaterprojekt und das Fussballtraining. Bei ersterem hat sich gluecklicherweise die grosse Menge von Schuelern in einen ueberschaubaren und aufgeweckten Haufen verwandelt. (siehe Fotos) Dies kann sich allersings auch schnell wieder aendern!! Bei letzterem habe ich immer noch eine unmenge an Schuelern, die montages und freitags Fussball spielen moechte. Irgendwann die Tage werde ich noch ein richtiges Turnier organisieren. Mir wird wahrscheinlich auch nichts anderes uebrig bleiben.
Den Schulacker haben wir mittlerweile uebrigens gegen einen anderen ebenen Acker ausgetauscht, auf dem uns nur manchmal weidende Kuehe stoeren. Naja, eigentlich stoeren die nur mich. Meine Schueler sind dies schon gewoehnt und graetschen mit aller Freude ueber Kuhpfladen.
Die Ratten ziehen auch weiterhin ihre Kreise in meiner Wohnung, sodass ich mittlerweile mit meinem Latein am Ende bin und ich nur noch hoffen kann, dass sie nachts nicht auch noch mit mir in meinem Bett kuscheln wollen.
Gluecklicherweise kann ich fuer die nachsten zwei Wochen erst einmal umziehen. Zwei amerikanische Entwicklungshelfer und ihre Tochter fliegen morgen zu einer Konferenz nach Kenya und ueberlassen mir fuer diese Zeit ihr Haus und ihren Hund. So habe ich in den naechsten zwei Wochen nicht nur eine rattenfreie Bleibe, sondern auch ein wenig Gesellschaft. Ich freue mich schon richtig darauf. Wenn ich dann wieder in meine Bude zurueckkomme, hilft wahrscheinlich nur noch die Chemiekeule gegen die Nager.
Ich werde Euch auf dem Laufendem halten.
Bis dahin ganz herzliche Gruesse an alle:
Hanno
Den Schulacker haben wir mittlerweile uebrigens gegen einen anderen ebenen Acker ausgetauscht, auf dem uns nur manchmal weidende Kuehe stoeren. Naja, eigentlich stoeren die nur mich. Meine Schueler sind dies schon gewoehnt und graetschen mit aller Freude ueber Kuhpfladen.
Die Ratten ziehen auch weiterhin ihre Kreise in meiner Wohnung, sodass ich mittlerweile mit meinem Latein am Ende bin und ich nur noch hoffen kann, dass sie nachts nicht auch noch mit mir in meinem Bett kuscheln wollen.
Gluecklicherweise kann ich fuer die nachsten zwei Wochen erst einmal umziehen. Zwei amerikanische Entwicklungshelfer und ihre Tochter fliegen morgen zu einer Konferenz nach Kenya und ueberlassen mir fuer diese Zeit ihr Haus und ihren Hund. So habe ich in den naechsten zwei Wochen nicht nur eine rattenfreie Bleibe, sondern auch ein wenig Gesellschaft. Ich freue mich schon richtig darauf. Wenn ich dann wieder in meine Bude zurueckkomme, hilft wahrscheinlich nur noch die Chemiekeule gegen die Nager.
Ich werde Euch auf dem Laufendem halten.
Bis dahin ganz herzliche Gruesse an alle:
Hanno
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